Wir Jesus Freaks sind Leute, die Jesus folgen! Jeder von uns hat gehört und erfahren, dass Jesus jeden bei seinem Namen ruft. Auf diesen Ruf haben wir geantwortet, indem wir mit ihm in eine Liebesbeziehung getreten sind. Diese Beziehung umfasst uns als ganzen Menschen, umfasst unseren Charakter, unsere Persönlichkeit, unsere Gaben, unsere Schwächen und unsere Geschichte. Deshalb ist jede einzelne Beziehung zu ihm so unterschiedlich wie wir als Menschen unterschiedlich sind. Diese Vielfalt, die aus der Beziehung zu dem Einen, Jesus Christus, geboren ist, prägt uns als Jesus Freaks. Wir bekennen und feiern sie.

Gleichzeitig sind wir geprägt von einer Vielfalt von Traditionen, die die Beziehung von Generationen von Menschen zu Jesus hervorgebracht hat. Wir wissen um den Wert der Vielfalt und betrachten sie gleichzeitig aus unserer eigenen Gottesbeziehung heraus. So reden wir auf ganz unterschiedliche Weise mit und über Jesus. Aber alle reden wir über und mit dem Einen Christus. Das eint uns untereinander und eint uns auch mit allen anderen Menschen, die mit ihm in Beziehung stehen und den Gruppen, Kirchen, Bewegungen in denen diese Menschen sich versammeln.

Gemeinsam glauben und bekennen wir, was alle, die zu Jesus gehören, glauben und bekennen und in den alten Glaubensbekenntnissen aufgeschrieben haben.

 

Wir bekennen und glauben,

- dass Gott diese Welt geschaffen hat. Er hat sie ins Leben gerufen. Sie und alles was in ihr ist gehört ihm. Er ist ihr nicht fern, sondern tritt ihr in Liebe gegenüber. Dazu gehört, dass er in und an ihr handelt.

 

- dass dieser Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist. Aus Liebe hat Christus seine Herrlichkeit verlassen, um uns als Mensch zu begegnen. In ihm sehen wir den Vater und in niemand anderem.

 

- dass Gott in Jesus Christus in diese Welt kam, um den Kontakt der Menschen zum Vater wieder zu ermöglichen, den die Menschen abgebrochen haben. Er ist der einzige Weg, diesen Kontakt wieder aufzunehmen.

 

- dass Jesus Christus elendig und qualvoll am Kreuz gelitten hat und tatsächlich gestorben ist, um uns in eine liebende Beziehung zu Gott zurückzuführen. Er starb für uns, damit unsere Schuld vergeben ist und wir ihm in seiner Heiligkeit wieder gegenübertreten können.

 

- dass Jesus Christus nach drei Tagen auferstanden ist. Er war tot, begraben und kam von den Toten zurück ins Leben. Dieses Leben setzt er beim Vater fort, auch nachdem er diese Erde wieder verlassen hat. Er ist und bleibt lebendig und wird als Lebendiger noch einmal auf diese Erde kommen.

 

- dass der Heilige Geist mit dem Vater und Christus Gott ist. Er kam, damit unsere Beziehung zu Jesus lebendig ist. Sein Reden ist das Reden Gottes zu uns. Er lebt und wirkt in uns und in dieser Welt.

 

- dass der Heilige Geist zu allen Zeiten zu Menschen geredet hat und wir Zeugnisse seines Redens in der Bibel finden. Durch ihn werden diese Texte auch heute für uns lebendig.

 

- dass alle Menschen, die in einer Beziehung zu Gott stehen, in ihm eins sind – über alle Zeiten und Grenzen hinweg. Sie alle und wir sind Glieder am einen und unteilbaren Leib Christi.

 

- dass er sich als sichtbaren Ausdruck dieses Leibes in der Welt eine Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden ins Leben gerufen hat. Diese gibt den Glauben von Generation zu Generation weiter. Das geschieht nicht ohne Brüche, aber wir vertrauen der Treue Gottes, dass er unter seinen Nachfolgern gegenwärtig ist.

 

- dass Gott sein Reich, das er mit Christus auf dieser Welt begonnen hat, vollenden wird in der Ewigkeit.

 

Vision und Werte

Wir folgen Jesus und an ihm hängt unser Herz. PUNKT Unsere Vision ist es, dass in unserem Land, in Europa und überall auf der ganzen Welt Menschen für Jesus aufstehen, weil ein kompromissloses Leben mit Jesus das coolste, heftigste, intensivste und spannendste überhaupt ist.

 

Gottes Liebe als Basis von Einheit und Vielfalt

„Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott in ihm.“ 1. Joh. 4,16b Was uns zusammenhält sind weder gleiche Lebens- und Musikstile, noch gemeinsame theologische Lehrmeinungen. Uns verbindet die erlebte Liebe unseres genialen Gottes. Er demonstriert an einem Haufen völlig unterschiedlicher Freaks, dass ER durch Ergänzung Einheit in gigantischer Vielfalt schaffen kann – nicht auf Kompromiss-, sondern auf Wunderbasis. Wir sind überzeugt davon, dass der Jesus, der uns errettet hat, größer ist als unsere konkurrenzgeprägte Welt, in der Individualität oft gegen Gemeinschaft ausgespielt wird. Dies kann und will Jesus heilen und seinen Leib in Einheit und Vielfalt wiederherstellen. Wir fühlen uns von Gott genau in dieses Spannungsfeld zwischen sich scheinbar ausschließender Andersartigkeit und genialer Ergänzung gestellt. Wir sind dankbar, dass Jesus selber mit uns gemeinsam auf dem Weg ist, dass wir aus ihm und seiner Liebe leben und von ihm lernen dürfen.

 

Familie, Gang, Bewegung

Wir sind eine Gang, eine jesusmäßige Familie, in der verbindliche und liebevolle Beziehungen untereinander und zu Gott die größte Rolle spielen. Gleichzeitig wollen wir einander freisetzen und ermutigen und so Bewegung leben. Durch deine eigene Entscheidung wirst du zum „Jesus Freak“. Das kann dir keiner absprechen. Die Zugehörigkeit ist an keine Verpflichtungen geknüpft, aber nimmt dir trotzdem nicht die Verantwortung, die Bewegung mitzugestalten.

 

An der Liebe…

Oft scheinen wir als Christen meilenweit davon entfernt zu sein, an der Liebe untereinander erkannt zu werden. Da dies aber Jesus´ Sehnsucht ist, werden wir uns weiterhin mit aller Kraft danach ausstrecken, damit er groß gemacht wird. Wir als Jesus Freaks verstehen uns als Teil der weltweiten Gemeinde von Jesus. Wir haben viel zu geben und vieles, was andere haben, brauchen wir dringend. Als Teile seines Leibes sind wir aufeinander angewiesen.

 

Kreativ und Innovativ

Wir wollen dazu ermutigen, Neues auszuprobieren und Kreativität in allen Lebensbereichen zu leben. Dazu wollen wir Freiräume schaffen, Experimentierfelder bereitstellen und uns Zeit für Wachstum und Lernprozesse einräumen. Dabei wollen wir von der Andersartigkeit der Anderen lernen. Das verursacht anfangs manchmal Probleme und Missverständnisse, setzt aber immer wieder ungeahnte neue Möglichkeiten frei und schafft geniales Wachstum. Fehler gehören dazu und sind in jedem Lernprozess ganz natürlich. Deswegen wollen wir lernen, mit Fehlern transparent und konstruktiv umzugehen.

 

hot and spicy

Wir wollen Feuer (hot) sein, Leidenschaft für Jesus haben und Salz (spicy) in dieser Welt sein. Wir wollen durch unser Leben Hinweis auf Jesus sein, mal provokant, mal leise, aber immer radikal in Gott gegründet und authentisch. Wir sehen uns von Gott in unsere gesellschaftlichen Bezüge (Szenen, Umfelder, Kulturen) gestellt, um die Menschen dort mit dem auferstandenen Jesus bekannt zu machen. Wir wollen diese Welt aktiv mitgestalten, voneinander und von anderen lernen, protestieren wo nötig und helfen wo möglich. Als Jesus Freaks wollen wir so leben, wie Jesus es vorgelebt hat, zu den Menschen hingehen und für sie da sein, ungeachtet ihrer gesellschaftlichen Hintergründe. Wir wollen für Menschen aller (Sub-)Kulturen gleichermaßen offen sein, weil alle Menschen von Gott gleich geliebt werden. Weil viele Menschen in unserer Gesellschaft aber besonders benachteiligt werden, glauben wir, dass Jesus sich im besonderen Maße genau diesen an den Rand Gedrängten und sozial Ausgegrenzten zugewandt hat. Dem Vorbild Jesu folgend, wollen wir besonders mit diesen benachteiligten Menschen leben, für sie da sein und für sie eintreten.

 

Der Gerechtigkeit nachjagen

(1. Kor. 13,5b; Jesaja 58, 1-12; Matth. 25, 31-46,Kol.3,11, vgl. auch Jakobus 2,1 ff. und 5. Mose 1,17, Matth. 7,12) Aus der das Wohl der Anderen suchenden und Schuld vergebenden Liebe Jesu folgt für uns unmittelbar das Eintreten für das Wohl der Anderen – also das Eintreten für soziale Gerechtigkeit. Wir glauben, dass ein liebender Gott es radikal ablehnt, dass Menschen sich gegenseitig unterdrücken und zerstören, also permanent gegen sein Gebot der Liebe verstoßen. Deshalb wollen wir in Theorie und Praxis für Gottes Gerechtigkeit eintreten. Für uns gehört folglich das Erzählen des Evangeliums zusammen mit dem Eintreten für soziale Gerechtigkeit. Wir wollen das Evangelium der vergebenden und versöhnenden Liebe Gottes ganz praktisch sichtbar werden lassen, indem wir von Gott lernen, was es heißt, das Verteidigen des eigenen Nutzens und die daraus folgende Konkurrenz hinter uns zu lassen und stattdessen durch echte Hingabe das persönliche Wohl der Anderen zu suchen. Diese Hingabe der Liebe ist es, die überhaupt erst Glück, Freiheit und Einheit für alle ermöglicht. Wir wollen deswegen, jeder im Rahmen seiner Berufung, für eine Welt eintreten, in der alle Menschen in Freiheit und Glück leben, in echter Gemeinschaft füreinander da sind und sich beschenken. Wir wollen für die Würde und Gleichberechtigung aller Menschen gleichermaßen eintreten – unabhängig von Bildung, Geschlecht, Religion, (ethnischer) Herkunft, ((sub-)kultureller) Prägung und finanziellen Möglichkeiten u.v.m. – kurz: über alle menschlichen Grenzen hinweg.

 

Veränderung und Wachstum

Auf der Suche nach dem „Ort“, wo jeder mit Recht sagen kann: „Hier kann ich mit Jesus so sein wie ich bin, ohne Masken, ohne mich zu verstellen” sind wir angetrieben von einer Art heiliger Unzufriedenheit. Wir wollen uns nicht mit halben Sachen zufrieden geben, sondern immer danach streben, das Beste für Gott und für die Anderen zu verwirklichen – solange, bis das Ziel, das Gott uns gesteckt hat, erreicht ist. Jesus ist mit uns auf dem Weg. Wir sind unfertig und in ständiger Veränderung. Gott selbst und das Netz, das ER zwischen uns spinnt, bieten uns die nötige Stabilität und damit auch die Möglichkeit zu Veränderung. Als „Jesus Bewegung“ wollen wir wachsen und immer wieder Jesus Freaks ermutigen, bestehende Gemeinden zu stärken und neue Gemeinden und Gemeinschaften zu gründen. In den letzten Jahren merken wir auf internationaler Ebene, dass Gott uns auf besondere Weise mit Menschen mit ähnlichen Visionen zusammenstellt und verbindet. Hier wollen wir uns unterstützen und fördern.

 

update und download

Wir wollen als Jesus Freaks der Vision, die Gott uns gegeben hat, treu bleiben – um unsere Welt mit Jesus bekannt zu machen. In der Art und Weise, wie wir unsere Vision leben, wollen wir nah bei Gott, kreativ und beweglich bleiben und uns ständig neu inspirieren lassen. Wir wissen aber auch, dass all unsere „Erkenntnis nur Stückwerk ist“ (wie Paulus in 1. Kor. 13 schreibt) und wir deswegen bisher nur einen Teil unserer Vision erkannt haben. Deswegen wollen wir in ständigem Kontakt mit Gott schauen, ob und wie er die von uns bisher erkannte Vision erweitern oder ergänzen will.

Was wir glauben